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Bei steigender Nachfrage nach seinen Heizkesseln wurde das tschechische Unternehmen Benekov s.r.o., einer der größeren europäischen Hersteller von Heizkesseln, mit einem Mangel an qualifizierten Handschweißern konfrontiert.

Anlass für das Unternehmen, sich der Roboterautomation zu widmen. Valk Welding lieferte eine schlüsselfertige Schweißroboteranlage mit 2 Stationen, die jeweils mit einem Dropcenter mit 2-Achsen-Manipulator ausgestattet sind. Benekov schweißt damit nun drei Viertel aller Modelle in einem Bruchteil der Zeit und zu niedrigeren Kosten. In diesem Jahr plant das Unternehmen, zwischen 3.500 und 4.000 Kesseln herzustellen.

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Benekov entwickelt, fertigt und vertreibt Kessel, die mit festen Brennstoffen wie Holzpellets und Kohle gefeuert werden. Das Unternehmen investiert stark in die Entwicklung moderner Automatikkessel und ist mit seinen Biomassekesseln einer der Pioniere in Europa. Ein Förderprogramm führte zu einem explosionsartigen Anstieg der Nachfrage nach neuen Ökodesign-Kesseln. Inhaber Leopold Benda beschreibt die Situation: „Bereits 2012 haben wir über den Einsatz von Robotern in der Schweißfertigung nachgedacht. Aber damals fehlte der richtige Impuls. Wir hatten genügend Handschweißer und scheuten uns vor der Investition. Bis sich die Produktion in den Jahren 2015-2016 vervierfachte und wir mit einem Mangel an Handschweißern konfrontiert wurden.“

Schlüsselfertiges Konzept von Valk Welding machte Eindruck

Als Benekov begann, sich der Schweißrobotik zu widmen, bestanden vom ersten Moment an Kontakte zu Valk Welding CZ. Tochter und Marketingleiterin Klára Seitlová: „Wir haben den Markt intensiv durchforscht, zumal es sich um eine beträchtliche Investition handelte. Aber wir wollten für unser Unternehmen das Beste. Das schlüsselfertige Konzept von Valk Welding entsprach diesem Wunsch am besten. Sie bauen nicht nur die komplette Zelle, sondern konnten auch das Schweißprogramm für das Produkt erstellen, das wir robotisiert schweißen wollten. Darüber hinaus bietet Valk Welding auch die notwendige Unterstützung in der Anlaufphase. Das war für uns ein wichtiger Pluspunkt. Ein Besuch in der Zentrale in den Niederlanden bestätigte unser Bild einer professionellen und stabilen Organisation und einer weitreichenden Spezialisierung mit dem Fokus auf Schweißen und Automatisierung.“

Schweißroboter mit 2 Stationen

Ende 2015 wurde die erste Schweißroboteranlage ausgeliefert, bestehend aus einem 6-achsigen Panasonic TL-2000WG3 Schweißroboter auf einer E-förmigen Rahmenkonstruktion. DerSchweißroboter fährt über eine Schiene, um beide Stationen mit den 2-Achsen-Manipulatoren zu erreichen. Aufgrund der komplexen Formen von Innen- und Außenhülle des Kesselgehäuses wurde ein Dropcenter gewählt. Damit können die Werkstücke in allen Positionen gedreht werden, sodass der Schweißroboter alle zu schweißenden Positionen optimal erreichen kann. Dank der Entscheidung für 2 Stationen kann der Schweißroboter an einer Station direkt produzieren, während das Werkstück an der anderen Station gewechselt wird.

Programmierung

Valk Welding lieferte das Schweißprogramm für die Herstellung von 1 Bauteil, für das der Schweißroboter in den ersten 10 Monaten eingesetzt wurde. Kamil Kubeša, CTO: Inzwischen schweißen wir etwa 10 verschiedene Bauteile am Schweißroboter. Ein fachkundiger Mitarbeiter hat relativ schnell gelernt die Werkstücke für den Schweißroboter zu programmieren. Der Bediener arbeitete früher als Schweißer.

Zusätzliche Produktionskapazitäten

Inhaber Leopold Benda sagt: „Der Schweißroboter wird nun ca. 20 Stunden pro Tag im 2-Schicht-Betrieb eingesetzt. Dadurch konnten wir eine zusätzliche Produktionsleistung realisieren, für die wir ansonsten 6 Handschweißer benötigt hätten. Mit anderen Worten: mit den 2 Schweißrobotern produzieren wir das gleiche Volumen wie mit 6 qualifizierte Handschweißern, und das mit einer konstant hohen Schweißqualität.“

Nur die besten Handschweißer am Roboter

Klára Seitlová meint: „Inzwischen arbeiten vier Mitarbeiter mit dem Schweißroboter. Dabei lassen wir nur die bestausgebildeten Handschweißer an den Roboter. Schweißkenntnisse sind Voraussetzung für die richtige Programmierung eines Schweißroboters. Ein Fachmann weiß genau, in welcher Position der Schweißbrenner des Roboters programmiert werden muss und in welcher Reihenfolge die beste Wärmeverteilung im
Werkstück erreicht wird.“ 

www.benekov.com

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