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Vecoplan und Valk Welding automatisieren Rotorfertigung

Wenn aus Erfahrung Innovation entsteht, dann sieht das in der Praxis oft aus wie bei Vecoplan und Valk Welding: Zwei Unternehmen mit hoher technischer Kompetenz, die sich zusammenschließen, um Fertigung neu zu denken. Im Zentrum ihres gemeinsamen Projekts steht eine vollautomatisierte Roboterschweißzelle für die Herstellung von Rotoren – das Herzstück vieler Maschinen der Recyclingtechnik. Handling, Positionierung, Schutzgasschweißen und sogar das hochkomplexe Hartauftragsschweißen („Panzern“) laufen nun bei Vecoplan automatisiert – dank eines präzise abgestimmten Systems aus zwei Robotern, intelligenter Software und integriertem Arbeitsschutz.

Valk Welding überzeugt als Partner

Im Rahmen des Projekts „Rotor-Fertigung mit einem Schweißrobotersystem“ wurde nach einer intensiven und umfassenden Marktanalyse eine Vorauswahl geeigneter Anbieter durchgeführt. Insgesamt konnten fünf potenzielle Anbieter identifiziert und näher betrachtet werden.

Zur fundierten Entscheidungsfindung wurde anschließend eine Nutzwertanalyse im Projektteam durchgeführt. Die Bewertungskriterien umfassten unter anderem technische Leistungsfähigkeit, Servicequalität, Innovationsgrad, Wirtschaftlichkeit sowie Implementierungskompetenz. Die Analyse ergab bei zwei der Anbieter nahezu identische Gesamtergebnisse, was eine finale Entscheidung zunächst erschwerte. Zur Validierung der internen Analyse wurde eine unabhängige Überprüfung durch ein externes Institut beauftragt. Parallel dazu wurden vertiefende Gespräche mit den beiden in Frage kommenden Anbietern geführt, um weitere qualitative Aspekte einfließen zu lassen.

Nach Abschluss aller Prüfungen und Gespräche fiel die Entscheidung zugunsten der Firma Valk Welding. Ausschlaggebend waren insbesondere die professionelle und kompetente Herangehensweise des Unternehmens sowie die überzeugende Präsentation technischer Lösungen und Projektabläufe.
Die Projektumsetzung hat die getroffene Entscheidung in vollem Umfang bestätigt. Valk Welding hat sich im Projekt als äußerst zuverlässiger und leistungsstarker Partner erwiesen. Die Zusammenarbeit verlief und verläuft effizient, lösungsorientiert und zielgerichtet – ein klarer Beleg dafür, dass die Wahl „goldrichtig“ war.

Rotorfertigung neu gedacht – vom Handling bis zum Verschleißschutz

Rotoren gehören zu den am stärksten belasteten Komponenten in Zerkleinerungsmaschinen. Ihre Herstellung erfordert höchste Maßhaltigkeit, Präzision und besonders beim Auftrag verschleißfester Schichten ein tiefes Verständnis für Werkstoffe und Prozesse. Bisher waren bei Vecoplan viele dieser Arbeitsschritte handgeführt – erfahrene Schweißer sicherten die Qualität, aber die Fertigung war zeitaufwendig, personalintensiv und schwierig skalierbar.

Vor diesem Hintergrund entstand der Wunsch, den Prozess zu automatisieren – allerdings nicht in Form einer klassischen Roboterlösung, sondern als ganzheitliches, skalierbares System, das Handling, Schweißen und Verschleißschutzprozesse vollintegriert und autonom ausführt. Genau diese Lösung wurde nun gemeinsam mit Valk Welding realisiert.

“Valk Welding hat nicht nur mit technischer Stärke überzeugt, sondern auch mit Verlässlichkeit und echter Partnerschaft. Die Zusammenarbeit hat klar gezeigt, dass wir den richtigen Partner gewählt haben – fachlich wie menschlich.”

Martin Selbach

Die Lösung: Zwei-Roboter-System mit Speicherturm und intelligentem Schweißkonzept

Herzstück der neuen Anlage ist ein System aus zwei kooperierenden Schweißrobotern, das durch einen zentralen Speicherturm für Werkzeughalter ergänzt wird.

Dieses Setup ermöglicht eine durchgängig automatisierte Produktion:

  • Roboter 1 übernimmt zunächst das präzise Handling und Positionieren der Werkzeughalter aus dem Speicherturm. Ein individuell entwickelter Greifer sorgt dabei für lagegerechte Übergabe und sicheres Zuführen auf den Roter, sodass Roboter 2 diese heften kann.
  • Sobald die Bauteile fixiert sind, starten beide Roboter den Schweißprozess simultan – ein hochproduktiver Ansatz, der die Durchlaufzeiten deutlich reduziert.

Besonders hervorzuheben ist der Schweißprozess selbst: Neben klassischen MAG-Schweißnähten wird auch das sogenannte Hartauftragsschweißen (Panzern) vollautomatisch ausgeführt – ein Verfahren, das typischerweise manuell durchgeführt wird, da es hohe Anforderungen an Positioniergenauigkeit, Schichtdicke und Wiederholpräzision stellt. Genau dies erledigen beide Roboter simultan ohne Kompromisse.

Software als Schlüssel: QPC-Programmierung auf Basis von Zeichnungsdaten

Ein entscheidender Erfolgsfaktor des Projekts liegt in der Softwareintegration. Valk Welding setzte auf seine hauseigene Lösung QPC – Quick Programming Concept. Dabei handelt es sich um eine parametrische Offline-Programmierung, bei der Schweißprogramme automatisiert auf Basis von Zeichnungsdaten erstellt werden.

Anstatt jeden Roboterpunkt manuell zu „teach-in“, werden die Geometrieinformationen direkt aus der Konstruktionszeichnung interpretiert. Das spart enorm viel Zeit – insbesondere bei neuen Varianten, Serien- Änderungen oder unterschiedlichen Rotorabmessungen. Die Flexibilität dieser Lösung erlaubt es Vecoplan, auch bei Kleinserien oder Einzelstücken effizient automatisiert zu fertigen.

Sicherheit und Ergonomie: Arbeitsschutz von Anfang an mitgedacht

Moderne Automatisierung endet nicht beim Roboter. Auch die Anforderungen an Arbeitssicherheit und Umwelttechnik flossen früh in das Anlagenkonzept ein. Die Anlage bei Vecoplan ist mit einer großflächigen Absauganlage, integrierten Absaugbrennern und einer leistungsfähigen Esse ausgestattet. Schweißrauch, Partikel und Gase werden direkt an der Entstehungsquelle erfasst – ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit am Arbeitsplatz und zur Einhaltung gesetzlicher Vorschriften.

Zusammenarbeit auf Augenhöhe: Vecoplan & Valk Welding

Die Umsetzung des Projekts erfolgte in enger Zusammenarbeit zwischen den Automatisierungsexperten von Valk Welding und den Prozessverantwortlichen bei Vecoplan. Beide Partner arbeiteten in iterativen Abstimmungen, realitätsnahen Simulationen und mit kurzen Entscheidungswegen an der Ausgestaltung der Zelle – vom ersten Layout bis zur Inbetriebnahme.
„Von der Idee bis zum Erfolg – mit Freunden in einem großartigen Team! Über Ländergrenzen hinweg haben wir gemeinsam unser Ziel erreicht. Es macht große Freude, dabei mitzuwirken. Ein herzliches Dankeschön nach Dortmund und Alblasserdam! Wir im Westerwald freuen uns sehr über die neue Anlage – und es geht weiter: mit neuen Ideen und gemeinsam mit Valk Welding.

Glückauf – auf dass sich auch künftig neue Wege und Chancen auftun!“ fasst Klaus Weinbrenner, Leiter der Schweißerei bei Vecoplan zusammen. „Dieses Projekt war technologisch eines der Highlights des vergangenen Jahres und hat bei vielen Partnern in unserer Halle für Staunen gesorgt. Zugleich hat es eindrucksvoll gezeigt, was möglich ist, wenn zwei Partner offen, ehrlich und auf Augenhöhe zusammenarbeiten – ganz im Sinne unseres Mottos - The Strong Connection.“ fügt Christian Hüser, Vertriebsleiter von Valk Welding abschließend zu.

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