Logo

Eurofours optimiert die Produktionskosten von Backöfen dank robotergestütztem Schweißen

Seit mehr als 45 Jahren entwirft, produziert und vertreibt Eurofours – mit Sitz in Nordfrankreich – Öfen und Gärschränke für die Bäckerei- und Konditoreibranche. Doch hinter dem Backen von köstlichem Brot, Viennoiserie und Gebäck steckt überraschend viel Technologie.

Eurofours

„80 Baguettes gleichmäßig zu backen – also mit derselben Garstufe und Farbe – ist weitaus komplexer, als einen Braten in Ihrem Küchenofen zuzubereiten. Die Temperatur muss im gesamten Ofen gleichmäßig sein, und der Backprozess muss bei einer präzisen Temperatur und Dauer erfolgen“, erklärt Yoan Khinache, Leiter der Methodenabteilung bei Eurofours.

Diese Expertise hat sich das französische Unternehmen seit Ende der 1970er Jahre aufgebaut. Der Luftfahrtingenieur Pierre Lancelot beschloss, sein Wissen über Luftströmungen auf die Backtechnologie anzuwenden. So entwickelte er den ersten elektrischen Heißluftofen und gründete am 13. Oktober 1980 Eurofours in Gommegnies.

Im Laufe der Jahre wuchs das Unternehmen kontinuierlich durch neue Gebäude, Produktionslinien und Übernahmen von Marken wie Abry Nicolas, Angoulvant, Arpin, Bouton, Jolivet, Pierre Pont und Ponton Lemeunier. 2010 übernahmen Stéphane und Nicolas Lancelot das Familienunternehmen nach dem Tod ihres Vaters.

Modernisierung der Blechbearbeitung

Heute bietet Eurofours ein breites Sortiment an Öfen (Heißluft-, Etagen- und Wagenöfen), kontrollierten Gärschränken und gekühlten Präsentationsmöbeln – sowohl in Standard- als auch in Sonderausführung. Mit rund 120 Mitarbeitern an drei Standorten (zwei in Gommegnies und einer in La Longueville) erzielt das Unternehmen einen Jahresumsatz von etwa 20 Millionen Euro, davon 30 % durch Export nach Europa, Asien, Kanada und andere Regionen.

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sucht Eurofours ständig nach Möglichkeiten, die Kosten zu senken. 2019 wurde daher die Automatisierung des Schweißens von Ofengehäusen in Betracht gezogen. „Dies wurde damals noch vollständig manuell durchgeführt, während es zunehmend schwieriger wird, Schweißer zu finden – auch aufgrund der Konkurrenz aus Belgien“, so Mickaël Rousseau, Produktionsleiter.

Doch vor der Robotisierung musste zunächst ein anderes Problem gelöst werden. „Mit unseren veralteten Biege- und Schneidemaschinen wären die Teile nicht ausreichend wiederholbar gewesen, sodass wir teure Vorrichtungen benötigt hätten. Die Investition in einen Schweißroboter und die dazugehörigen Werkzeuge hätte unser Budget bei weitem überschritten“, erklärt Yoan Khinache. Daher investierte Eurofours 2020 in eine Komplettlösung von LVD.

Von WIG zu MIG

Unter den Anbietern für automatisiertes Schweißen fiel Valk Welding dank des kalten SAWP-Schweißverfahrens und der Quick Touch-Drahtsuche auf. Die gewählte Lösung besteht aus einem mobilen Valk Welding FRAME-H-Konzept, einem TL-1800-Roboter und einer integrierten Stromquelle mit dem Super Active Wire-Schweißverfahren von Panasonic. „Für uns war dies die beste Lösung“, sagt Rousseau. „Wir sparen jetzt noch mehr Zeit.“

„Durch den Wechsel vom Punktschweißen zu Blindnieten haben wir die Vorbereitungszeit bereits um 50 % verkürzt. Diese Vormontage wird nun von einem Mitarbeiter vor der Schweißabteilung durchgeführt. Der Schweißer muss den Ofen nur noch auf dem Tisch fixieren, und der Roboter erledigt den Rest“, erklärt er. Auch der Wechsel vom WIG- zum MIG-Schweißen hat die Zykluszeit deutlich verbessert.

Seit Anfang 2024 denkt Eurofours über eine weitere Automatisierung der vier Eckschweißungen an der Vorderseite nach. Ziel der Konstruktionsabteilung ist es, die Schweißzelle künftig für nahezu das gesamte Produktsortiment geeignet zu machen – anstelle der derzeitigen 30 %.

www.eurofours.com

Laden Sie das vollständige Valk Mailing herunter

VERWANDTE SEITEN

Kontakt

Wir sprechen gerne mit Ihnen, um Lösungen für Ihre (Schweiß-)Automatisierungsprobleme zu finden. Wir suchen die Verbindung und ziehen es vor, eher ein Partner als ein Lieferant zu sein.