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Van Hool nimmt den Faden nach dem Neustart wieder auf

Gut ein Jahr nach der Insolvenz und dem Neustart steht Van Hool Industrial Vehicles wieder fest auf den Beinen. Eine Automatisierung der Produktionslinie für Tankauflieger und -container soll die Kapazität verdoppeln. Die Inbetriebnahme einer neuen Valk Welding-Roboteranlage im Herbst bildet den Abschluss dieses Automatisierungsschrittes.

Zweiundzwanzigster Valk Welding-Roboter für Innen-Schweißarbeiten soll Automatisierung vervollständigen

„Früher hatten wir drei verschiedene Produktionslinien für die Tankfahrzeuge und die Tankcontainer. Momentan fassen wir diese Linien zu einer einzigen getakteten Produktionslinie zusammen, die wie eine Schleife durch die Produktion läuft“, erklärt Jos Hendrickx, Produktionsleiter von Van Hool Industrial Vehicles (IV) aus dem belgischen Koningshooikt, etwa zwanzig Kilometer von Antwerpen entfernt.

Van Hool ist in der Region ein Begriff und beschäftigte bis Anfang letzten Jahres 3.000 Mitarbeiter. Die Krise im Busverkehr durch Corona, der Übergang zu E-Bussen und die harte Konkurrenz aus China brachten den Riesen ins Wanken. Vor allem die Busdivision, die für achtzig Prozent des Gruppenumsatzes stand, hatte schwer zu kämpfen. Van Hool IV, dass die übrigen 20 Prozent des Umsatzes erwirtschaftete und Auflieger, Containerchassis und Tankfahrzeuge baute, war weniger stark betroffen.

Im April letzten Jahres wurde die Insolvenz über die Gruppe ausgesprochen. Die Busdivision wurde vom niederländischen Unternehmen VDL übernommen. Die Division Industrial Vehicles wurde von dem Aufliegerbauer GRW gekauft, der ebenfalls mit dem Trailerhersteller Schmitz Cargobull verbunden ist.

Schneller Neustart nach Insolvenz

„Am 8. April sind wir in die Insolvenz gegangen und am 29. April haben wir mit zwanzig Mann wieder angefangen“, fährt Hendrickx fort, der 38 Dienstjahre bei Van Hool hinter sich hat. Im Laufe eines Jahres ist ein Teil der 700-köpfigen Belegschaft zum alten Arbeitgeber zurückgekehrt. „Wir haben jetzt 250 Mitarbeiter, 85 Prozent davon haben schon vor der Insolvenz bei Van Hool IV gearbeitet“, so Hendrickx.

Nicht nur die Mitarbeiter, auch Lieferanten und Kunden – von Lebensmittelunternehmen bis hin zu petrochemischen Betrieben – blieben dem Produktionsunternehmen treu. Van Hool ist bekannt für seine flexiblen maßgeschneiderten Lösungen. „Die Qualität und der starke Ruf waren für uns der Anlass, mit dem Unternehmen einen Neustart zu machen“, erzählt GRW-Direktor Gerhard van der Merwe, der eng in den Neustart eingebunden ist und viel Zeit in Koningshooikt verbringt.

Während Van Hool IV früher ein großes Sortiment an Transportaufliegern baute, konzentriert man sich nach dem Neustart auf Chassis, Edelstahl-Tankauflieger und Tankcontainer. „Produkte wie Planenauflieger und Kühlfahrzeuge haben wir abgestoßen, da Schmitz Cargobull aufgrund seiner Größenordnung dort wesentlich wettbewerbsfähiger ist“, so Hendrickx.

Spezialisierung im Tankbau

Die Übernehmer wollen die Synergien zwischen den verschiedenen Unternehmen maximieren und bei Van Hool IV verstärkt auf den Bau von Tankcontainern und Tankaufliegern setzen. Wo derzeit jährlich 500 Einheiten vom Band laufen, sollen es künftig 1.000 werden. Der Bau von Chassis stabilisiert sich bei den derzeitigen 1.000 Einheiten pro Jahr, könnte aber in Zukunft noch erhöht werden.

Der Wachstumswille im Tankbau erklärt das Facelifting, das die Fabrik derzeit erfährt. Maschinen wurden verlegt und Rollenbahnen installiert. In der getakteten Produktionslinie ist eine wichtige Rolle für eine neue Valk Welding-Roboteranlage vorgesehen, die im September geliefert wird. „Dieser Roboter ist für Innen-Schweißarbeiten vorgesehen, eine Tätigkeit, die derzeit noch von Hand-Schweißern ausgeführt wird“, erklärt Hendrickx.

Valk Welding-Roboter als Abschluss der Automatisierung

Valk Welding ist einer der Lieferanten, die Van Hool treu geblieben sind. Der Schweißautomatisierungsspezialist lieferte 1997 seinen ersten Schweißroboter (auch damals war Hendrickx eine der treibenden Kräfte bei Spezifikation, Implementierung und Entscheidung für Valk Welding, Red.) und installierte in den folgenden Jahren insgesamt rund 30 Roboter. Die meisten Roboter gingen an die Abteilung Chassisbau, die bereits in hohem Maße automatisiert ist. Durch die weitere Automatisierung auch im Tankbau kann Van Hool die Produktivität weiter steigern.

„Viele Innovationen mit Van Hool zustande gekommen“

Jan Wanten, bei Valk Welding verantwortlich für Van Hool Industrial Vehicles, freut sich, dass Van Hool IV kurz nach dem Neustart wieder fest auf den Beinen steht. „Van Hool ist ein Key Account für uns und hat immer an vorderster Front neue Entwicklungen von Valk Welding getestet und mit wertvoller Praxiserfahrung aus der Produktion unterstützt. Das gilt sicher auch für diesen Roboter, der die Innen-Schweißarbeiten übernehmen wird.“

Die gute Zusammenarbeit zwischen Van Hool und Valk Welding ist auch Gerhard van der Merwe nicht entgangen. Der GRW-Direktor hat eine Valk Welding-Roboteranlage für die Trailerbau-Aktivitäten in Südafrika bestellt. Dort konzentriert sich GRW auf den Bau von Aluminium-Tankcontainern.

www.vanhooliv.com

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